Deutschland schafft die Steuern ab. Keine Einkommensteuer. Keine MwSt. Keine Bürokratie.

German Mut: Neu gedacht

Seit Jahren philosophiere ich mit meinem Sohn Marc Theiner über Fragen, die größer sind als das, was uns die Politik serviert.

  • Wie könnte ein Steuersystem aussehen, das wirklich gerecht ist?
  • Wie sähe ein Staat aus, der seine Bürger nicht klein rechnet, sondern groß macht?

Die aktuelle Debatte über eine „Reichensteuer“ hat mich wieder an diese Gespräche erinnert. Und mir wurde klar: Wir diskutieren ständig über mehr vom Alten, aber selten über Neues.

Darum greife ich in meiner Rubrik: German Mut, ab und an Ideen auf, die nicht aus Ministerien, Think Tanks oder Gremien stammen, sondern aus dem Bauch, aus Gesprächen und aus dem Mut, Dinge einmal radikal anders zu denken.

Ich bin kein Wirtschaftsweiser, kein Finanzminister, kein Ökonom. Aber das, was ich will, ist: mutige Gedanken.

Stell dir vor: Brutto = Netto

Morgen früh, du öffnest deinen Lohnzettel – und liest: Brutto = Netto. Kein Steuerabzug, keine Krankenkassenbeiträge, keine Abgaben. Dein Gehalt, in voller Pracht, landet auf deinem Konto.

Unrealistisch? Vielleicht. Aber manchmal sind es genau diese Gedankenexperimente, die den Blick weiten.

Die Idee: Alle bisherigen Steuern verschwinden.

Dafür gibt es nur noch eine Transaktionssteuer von 4 Prozent auf jede Geldbewegung – vom Brötchen beim Bäcker, jede Überweisung bis zum Milliardenkredit der Banken.

Die große Rechnung

Das jährliche Volumen aller Transaktionen in Deutschland: rund 60 Billionen Euro. 4 Prozent davon: 2,4 Billionen Euro.

Zum Vergleich: Heute nimmt der Staat über alle Steuern und Abgaben etwa 900 Milliarden Euro ein.

Das heißt: Mit einer einzigen, simplen Steuer fast das Dreifache.

Was das für Bürger bedeutet

Heute verliert ein Durchschnittsverdiener fast die Hälfte seines Gehalts an Steuern und Abgaben.

Ein Beispiel:

3.500 € brutto = 2.200 € netto.

Im Transaktionssteuersystem: 3.500 € brutto = 3.360 € netto.

Das sind 1.160 € mehr jeden Monat – über 13.000 € im Jahr.

Und obendrauf: ein Grundeinkommen von 1.000 € pro Person und Monat.

Das kostet etwa 1 Billion Euro pro Jahr.

Bleiben immer noch 1,4 Billionen übrig – für Schulen, Krankenhäuser, Infrastruktur, Digitalisierung.

Was das für Unternehmen bedeutet

  • Keine Lohnnebenkosten.
  • Keine Unternehmenssteuer.
  • Keine Steuerakrobatik.

Planungssicherheit, Cashflow und freie Köpfe für das, was wirklich zählt: Wachstum, Innovation, Jobs.

Deutschland könnte damit vom Bürokratie-Betonklotz zum Magneten für Investoren werden.

Start-ups aus dem Silicon Valley, Familienunternehmen aus Italien, Industrieplayer aus Asien – alle würden hinschauen: „Warum nicht Deutschland?“

Was passiert mit der Mehrwertsteuer?

Heute zahlen wir 19% auf fast alles, was wir konsumieren.

  • Ein Kaffee für 3 € im Café kostet mit MwSt. 3,57 €.
  • Ein Paar Jeans für 100 € im Laden kostet mit MwSt. 119 €.

Im 4%-Transaktionssteuersystem fällt die MwSt. komplett weg. Stattdessen zahlst du nur 4%.

  • Der Kaffee kostet dann 3,12 €.
  • Die Jeans 104 €.

Kurz: Während du mehr Netto im Portemonnaie hast, werden auch noch die Preise niedriger. Das ist nicht nur ein Steuermodell – das wäre ein gefühlter Befreiungsschlag im Alltag.

Und die Kritik? Lösungen statt Ausreden

Natürlich, es gibt Bedenken. Aber wer mutig denkt, darf nicht bei Problemen stehen bleiben, sondern muss Lösungen anbieten.

Banken & Handel haben zu viele Transaktionen?

  • Pauschalsteuer oder Obergrenzen, um Fairness zu sichern.

Flucht ins Ausland?

  • Die Steuer wird direkt beim Geldfluss erhoben. Ob Karte, App oder Banktransfer – kein Umgehen möglich. Goldbarren? Müssen gekauft und wieder verkauft werden – auch da fällt die Steuer an.

Sparen & Investieren wird teurer?

  • Altersvorsorge oder Zukunftsinvestitionen könnten mit geringeren Sätzen (1–2%) oder ganz steuerfrei gestellt werden.

Internationale Wettbewerbsfähigkeit?

  • Deutschland als First Mover: Wer hier investiert, bekommt 0% Unternehmenssteuer und maximale Klarheit. Andere Länder werden folgen.

Warum Investitionen ehrlicher würden

Heute investieren viele, um Steuern zu sparen – nicht, weil sie an eine Idee glauben. Steuersparimmobilien, Fondsmodelle, Abschreibungs-Konstrukte.

In einem Transaktionssteuersystem fällt das weg. Investieren würde heißen: Ich glaube an dieses Projekt. Ich vertraue dieser Idee. Nicht: „Wie kann ich den Fiskus austricksen?“

Mehr Netto bedeutet: mehr Freiheit, mehr Verantwortung, mehr ehrliche Entscheidungen.

Mein Fazit: Mut statt Mutlosigkeit

Ja, es ist radikal.

Ja, es ist ein Sprung ins Ungewisse.

Aber wann war Deutschland zuletzt wirklich mutig? Wann haben wir zuletzt groß gedacht – statt immer nur neue Formulare zu erfinden?

Eine Transaktionssteuer von 4 Prozent könnte der Reset-Knopf sein:

  • volle Gehälter für Bürger,
  • Grundeinkommen für alle,
  • sinkende Preise an der Supermarktkasse,
  • Planungssicherheit für Unternehmen,
  • und ein Staat, der nicht klamm, sondern souverän ist.

Natürlich bleibt es ein Gedankenexperiment. Aber jedes Wunder beginnt mit einer Frage:

Wollen wir den Mut haben, es zu denken?

Euer Werner


Wer ich bin: Ich bin Werner Theiner – Präsident des German Mittelstand e.V., Gastgeber bei Werner Theiner – Visibility & Networking Strategist für starke Köpfe und Architekt deiner Sichtbarkeit. Ich öffne Türen, die andere nicht mal sehen – und bringe Menschen auf Bühnen, die bleiben.

Wenn du dich nicht mit Visitenkarten zufriedengibst, sondern echte Verbindungen willst, dann komm näher.

In meiner digitalen Schatzkiste warten Impulse, Videos und Tools: club.theiner.de

An meiner Tafel – der Theiner’s Table Society – treffen Haltung, Strategie und ein Glas auf Augenhöhe zusammen.

Und im German Mittelstand e.V. schreiben wir gemeinsam an der Zukunft verantwortungsvoller Wirtschaft. Du willst Mitwirken? Mitglied werden im German Mittelstand

Sichtbarkeit beginnt mit dem ersten Schritt. Vielleicht ist das hier deiner. https://theiner.de

Der Wurf

Eine kleine Geste. Ein großes Echo. Und die Frage: Was sagt das über uns aus?

Er steht allein auf dem Spielfeld. In der Hand: ein Baseball. Vor sich: ein Stadion voller Menschen. Ein Kamerateam, Mikrofone, stille Spannung in der Luft.

Er ist kein Sportler. Kein Profi. Kein Entertainer. Ein Politiker. Geladen für den symbolischen First Pitch. Eine kleine Geste mit großer Bühne.

Er holt aus, wirft – der Ball fliegt. Nicht perfekt. Aber ordentlich. Er kommt an. Und das ist doch erstmal: gut.

Ich sehe den Wurf – und denke: Schön. Einfach schön. Nicht, weil er technisch besonders war. Sondern weil er menschlich war. Weil er gemacht wurde. Weil da jemand war, der sich getraut hat.

Ich stelle mir vor, ich stünde da. Mit klopfendem Herzen. Tausende Augen auf mir. Kameras, Livestream, Social Media. Ich weiß nicht, wie mein Arm sich anfühlen würde. Aber ich weiß ziemlich sicher: Mein Wurf wäre schlechter gewesen. Wackeliger. Schiefer. Vielleicht auch gar kein Wurf, sondern nur ein hilfloses Schieben.

Und ich glaube, genau deshalb hat mich dieser Moment berührt. Weil ich ihn verstanden habe. Weil er echt war.

Was danach kam, war weniger schön.

Nicht wegen des Wurfs. Sondern wegen der Reaktionen.

„Meine tote Oma hätte besser geworfen.“ „So krumm wie seine Argumente.“ „Ein Spiegelbild der Politik: Zielen geht anders.“

Kein Schulterzucken. Kein Augenzwinkern. Sondern Hohn. Häme. Sätze, so scharf wie Pfeile – abgefeuert aus bequemer Distanz.

Ich frage mich: Wann ist aus einem schiefen Wurf ein Anlass zur Bloßstellung geworden? Wann ist aus Beobachtung Bewertung geworden? Und wann aus Bewertung diese kalte Lust am Herabziehen?

Wir leben in einer Welt, die sich gerne mit dem Begriff „Fehlerkultur“ schmückt. In Workshops. In Keynotes. Auf Folien steht dann: „Wir müssen wieder lernen, Fehler zu machen.“ „Nur wer sich traut, kann wachsen.“

Und dann kommt einer. Tut genau das. Wirft. Verfehlt ein bisschen. Lächelt. Und bekommt dafür keinen Applaus – sondern Spott.

Ein Satz – und eine vielgerühmte Kultur ist mit einem Witz zunichte gemacht.

Und nein, es geht nicht um diesen einen Wurf. Nicht um diesen einen Politiker. Es geht um uns.

Um das, was wir zulassen. Was wir dulden. Was wir feiern. Und was wir selbst in die Welt hinaustragen.

Der Wurf war nicht schlecht. Aber das Echo hat gezeigt, wie schlecht wir manchmal miteinander umgehen.

Diese Lust am Urteilen. Am Runtermachen. Am Lautsein. Sie ist längst nicht mehr nur in den Kommentarspalten zu Hause. Sie ist auf Podien, in Meetings, in WhatsApp-Gruppen angekommen. Und manchmal auch in unseren eigenen Gedanken, wenn wir wieder mal zu schnell dabei sind, andere klein zu denken.

Und dann frage ich mich: Will ich mich wirklich so zeigen?

Will ich, dass mein Kind mich so erlebt? Mein nächster Chef, meine Kollegin, oder der Mensch, der vielleicht morgen an meiner Seite steht?

Will ich, dass man mich für den hält, der aus der zweiten Reihe ruft, statt in der ersten mitmacht? Für den, der die Pointen kennt, aber nicht den Mut? Für den ewigen Miesepeter im Gewand der Schlagfertigkeit?

Ich will mich nicht daran gewöhnen. Ich will nicht klatschen, wenn Häme als Haltung verkauft wird. Ich will nicht, dass meine Kinder lernen, dass der Ton nur dann zählt, wenn er trifft.

Ich will sagen können: „Ich hab versucht, Licht zu machen – nicht Feuer.“

Wir alle machen Fehler. Wir alle stehen mal schräg da. Und wir alle hoffen dann, dass jemand in diesem Moment nicht lacht, sondern still ist. Oder – im besten Fall – mitfühlt.

Der Wurf war nicht perfekt. Aber das Leben ist es auch nicht. Vielleicht war er sogar genau richtig so. Als Erinnerung daran, dass der Mut zu werfen mehr zählt als das Treffen.

Und dass wir alle gut daran tun, manchmal einfach still zu sein – und zu sagen: „War schön, dass du’s gemacht hast.“

Euer Werner


Wer ich bin: Ich bin Werner Theiner – Präsident des German Mittelstand e.V., Gastgeber für starke Köpfe und Architekt deiner Sichtbarkeit. Ich öffne Türen, die andere nicht mal sehen – und bringe Menschen auf Bühnen, die bleiben.

Wenn du dich nicht mit Visitenkarten zufriedengibst, sondern echte Verbindungen willst, dann komm näher.

In meiner digitalen Schatzkiste warten Impulse, Videos und Tools: club.theiner.de

An meiner Tafel – der Theiner’s Table Society – treffen Haltung, Strategie und ein Glas auf Augenhöhe zusammen.

Und im German Mittelstand e.V. schreiben wir gemeinsam an der Zukunft verantwortungsvoller Wirtschaft. Du willst Mitwirken? Mitglied werden im German Mittelstand

Sichtbarkeit beginnt mit dem ersten Schritt. Vielleicht ist das hier deiner. https://theiner.de