Der einzige, vor dem Chuck Norris Respekt hat.

„Der einzige, vor dem Chuck Norris Respekt hat.

Ich möchte euch von einem Abend erzählen, der mir gut getan hat. Nicht weil besonders gut inszeniert war. Er hat gezeigt, wie Zukunft entstehen kann, wenn Haltung, Unternehmergeist und Vertrauen zusammenkommen.

Ich war bei der Eröffnung der Jochen Schweizer Arena eingeladen. Als Präsident des German Mittelstand e.V., und vor allem als jemand, der seit vielen Jahren beobachtet, wie unterschiedlich Unternehmertum gelebt wird.

Jochen Schweizer ist Mitglied bei uns, und an diesem Abend wurde sehr greifbar, warum das so gut passt.

Die Arena selbst kennt man. Was viele nicht sofort sehen, ist das eigentliche Statement dieses Ortes. Direkt daneben steht ein Solarpark, der in seiner Dimension klar macht, dass hier jemand nicht über Zukunft reden wollte, sondern sie bauen.

Die Anlage erzeugt mehr als doppelt so viel Strom, wie die Arena im Betrieb benötigt. Der Strom fließt nicht irgendwohin, sondern über eine eigene Direktleitung unmittelbar ins Gebäude. Ergänzt wird das Ganze durch einen Speicher, der dafür sorgt, dass der Betrieb auch dann stabil läuft, wenn draußen längst keine Sonne mehr scheint.

Das ist keine Imageentscheidung, das ist eine betriebswirtschaftliche und unternehmerische. Wer so investiert, denkt in Jahren, nicht in Quartalen. Wer so plant, übernimmt Verantwortung für Kosten, Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit. Genau diese Mischung aus Klarheit und Mut verbinde ich mit dem Mittelstand, für den wir im German Mittelstand e.V. stehen.

Auf der Bühne stand an diesem Abend auch Staatsminsiter Florian Herrmann. Seine Rede war bodenständig, nahbar und frei von politischem Theater. Und dann fiel dieser Satz, der sofort hängen blieb und den Raum zum Lächeln brachte:

„Der einzige, vor dem Chuck Norris Respekt hat.“ Gemeint war natürlich Jochen Schweizer

Man hat gelacht, weil der Satz Humor hatte. Man hat genickt, weil jeder verstanden hat, was gemeint war. Gemeint war diese Art von Stärke, die sich nicht erklären muss. Eine Stärke, die aus konsequentem Handeln entsteht, aus Entscheidungen, die getragen werden, auch wenn sie Zeit, Geld und Geduld kosten.

Was mich besonders gefreut hat, war die Atmosphäre zwischen Unternehmertum und Politik. Kein Gegeneinander, kein Belehren, kein Abgrenzen. Man hatte das Gefühl, hier hört man sich zu, weil man verstanden hat, dass Zukunft dann entsteht, wenn Menschen Dinge möglich machen und andere ihnen dafür den Raum lassen.

Ich bin an diesem Abend nach Hause gefahren mit einem ruhigen, guten Gefühl. Weil ich gesehen habe, dass es diese Beispiele gibt. Unternehmer, die investieren, bevor es dringend wird. Behörden, die zuhören und mitdenken. Orte, an denen Verantwortung kein Schlagwort ist, sondern sichtbar wird.

Und genau deshalb wollte ich diese Geschichte mit euch teilen. Weil sie zeigt, wie viel Kraft entsteht, wenn jemand einfach macht und andere ihn dabei ernst nehmen.

Warum Singapur funktioniert

Ich sitze abends noch draußen, es ist warm, die Stadt ist wach, aber sie drängt sich nicht auf. Menschen kommen von der Arbeit, Touristen ziehen vorbei, irgendwo klappert Geschirr. Nichts wirkt angespannt. Irgendwann merke ich: Ich habe seit Stunden nicht darüber nachgedacht, wo ich bin oder was passieren könnte. Dieser Gedanke kommt hier einfach nicht. Sicherheit ist kein Thema, weil sie nicht verhandelt wird.

Singapur fühlt sich nicht freundlich an, weil man freundlich sein will. Es wirkt ruhig, weil Dinge geklärt sind. Regeln stehen fest. Niemand diskutiert sie aus, niemand testet ihre Grenzen. Diese Klarheit nimmt Druck aus dem Alltag. Wenn klar ist, was gilt, bleibt Energie für das Wesentliche.

Sauberkeit fällt nicht auf, weil sie geschniegelt wäre, sondern weil sie selbstverständlich ist. Öffentlicher Raum wird genutzt, aber nicht missachtet. Niemand behandelt ihn als Niemandsland. Man spürt, dass hier ein gemeinsames Verständnis existiert, ohne dass es ständig erklärt werden muss.

Was mich immer wieder überrascht, ist die Unsichtbarkeit des Staates. Behörden sind da, aber sie stehen nicht im Weg. Dinge lassen sich erledigen, ohne dass man sich klein fühlen muss. Keine Schleifen, keine Machtspiele, kein Formularritual. Man kommt, klärt, geht. So unspektakulär, dass man sich fragt, warum das anderswo als Fortschritt gilt.

Im Geschäftsleben setzt sich dieser Eindruck fort. Gespräche sind vorbereitet, Entscheidungen fallen schnell, Zusagen sind belastbar. Es geht weniger um Positionierung, mehr um Umsetzung. Niemand erwartet Applaus für Selbstverständlichkeiten. Das beschleunigt Zusammenarbeit – und macht sie angenehmer.

Korruption spielt im Alltag keine Rolle. Nicht, weil Menschen besser wären, sondern weil das System klar ist. Wer Regeln bricht, spürt es. Für alle gleich. Das schafft Vertrauen. Und Vertrauen ist hier kein Wertpapier, sondern Betriebssystem.

Leistung zählt. Herkunft kaum. Titel begrenzt. Wer Verantwortung übernimmt, bekommt Raum. Wer nicht liefert, tritt zur Seite. Das wirkt nüchtern, manchmal hart, aber fair. Und es erklärt, warum hier wenig Energie in Empörung fließt.

Als jemand, der seit Jahren über Netzwerke, Vertrauen und Wirkung spricht, fällt mir eines besonders auf: In Singapur muss man Vertrauen nicht inszenieren. Man arbeitet darauf. Still. Konsequenz ersetzt Haltungssprache.

Politische Entscheidungen wirken durchdacht. Infrastruktur passt, Bildung ist präsent, der Raum ist geplant. Man merkt, dass nicht jedes Jahr neu begonnen wird. Dinge bauen aufeinander auf. Das macht das Leben berechenbar. Und Berechenbarkeit ist kein Rückschritt.

Singapur ist kein Ort für große Worte. Es ist ein Ort für funktionierende Abläufe. Für Klarheit. Für Verlässlichkeit. Man fühlt sich hier nicht belehrt, sondern ernst genommen – weil Regeln gelten und Verantwortung nicht relativiert wird.

Man muss dieses Land nicht idealisieren. Aber man kann sich fragen, was passieren würde, wenn wir weniger über Haltung reden und öfter Entscheidungen treffen, die halten.


Wer mit mir Singapur erleben möchte, Ende März / Anfang April plane ich die nächste Delegationsreise. Vier Tage Networking, Inspiration und natürlich eine Weisswurst…

Wer dabei sein will, schreibt mir direkt.

Ich will wieder groß denken.

Ich will wieder groß denken.
Nicht im Meetingraum. Nicht nach Freigabe. Nicht, wenn alles sicher ist. Sondern jetzt.
Mitten im Chaos, im Leben, in diesem Gefühl von: „Da geht mehr – verdammt nochmal.“

Ich hab genug von klein.
Genug von Menschen, die prüfen, bevor sie spüren. Genug von Gesprächen, in denen Ideen sterben,
weil einer sagt: „Dafür haben wir dieses Jahr kein Budget.“

Ich hab genug Austausch ohne Aufbruch.
Genug Mut ohne Bewegung. Genug Theorie ohne Risiko.

Ich hab in Singapur auf einer Rooftop-Bar gestanden, über die Skyline geschaut und mir gedacht:
Hier baut keiner, um Genehmigungen zu sammeln.
Hier bauen sie, weil sie Zukunft wollen.

Ein junger Gründer hat zu mir gesagt: „Wenn es Sinn ergibt, machen wir es. Wenn es nicht funktioniert, machen wir es besser.“

Und ich hab gemerkt, wie sehr mir dieser Satz in Deutschland fehlt.

In Shenzhen stand ich in einer Halle, in der Prototypen nicht einmal bemerkt wurden. Weil in der nächsten Halle
schon die nächste Version stand.

Dort ist Scheitern kein Stigma, sondern ein Arbeitsschritt. Da fragt keiner: „Was, wenn es nicht klappt?“,
sondern: „Wie schnell können wir es verbessern?“

Und ich dachte: Wann haben wir aufgehört, so zu denken?

In Dubai hat mir ein Wirtschaftsminister gesagt: „Wir träumen nicht. Wir entscheiden.“

Und während er das sagte, wuchs im Hintergrund ein Gebäude, das gestern noch nicht da war. Du spürst dort eine Energie, die mit jedem Atemzug sagt: „Warum eigentlich nicht?“

In Malta habe ich Unternehmer gesehen, die aus fünf Mitarbeitern ein globales Modell bauen. Nicht, weil sie müssen, sondern weil keiner ihnen erklärt hat, dass das „zu groß“ ist.

Und in Indonesien habe ich Menschen kennengelernt, die weniger haben, aber mehr wollen. Die Zukunft nicht diskutieren,
sondern sie anfangen.

Ein Unternehmer dort sagte zu mir:
„Ihr in Deutschland habt alles. Nur den Mut vergesst ihr manchmal.“

Aua.
Aber er hatte recht.

Groß denken heißt nicht, laut zu werden. Es heißt, wieder ehrlich zu fragen

Wofür bin ich eigentlich hier?

Für To-do-Listen?
Für Sitzungen, die niemand mehr spürt?
Für Projekte, die untergehen,weil einer sagt: „Das war schon immer so“?

Oder bin ich hier, um etwas zu bewegen?

Ich seh so viele Menschen, die mehr könnten, wenn sie sich wieder trauen würden.
Menschen, die innerlich längst wissen, dass klein nicht sicher ist. Es ist gefährlich.

Klein macht müde.
Klein macht leise.
Klein macht dich unsichtbar.

Groß dagegen?
Groß macht lebendig.
Groß macht wach.
Groß macht frei.

Und ja, du wirst belächelt. Immer.
Bis du’s tust.
Und plötzlich fragt jeder: „Wie hast du das gemacht?“

So war es immer. So bleibt es.

Ich will wieder groß denken.
Weil die Welt schreit nach Menschen,die den Mut haben,den ersten Schritt zu setzen.

Ich will groß denken, weil ich gesehen habe, was möglich ist, wenn man Grenzen nicht als Stoppschild benutzt, sondern als Startlinie.

Ich will groß denken, weil jeder Aufbruch mit einer Frage beginnt:

Was, wenn es doch geht?


Ich helfe Menschen, wieder groß zu denken.

Mit Reisen, die dein Weltbild öffnen.
Mit Gesprächen, die dich wieder spüren lassen.
Mit Netzwerken, die dich tragen.
Mit Bühnen, auf denen Größe wieder leuchten darf.

Groß denken ist kein Luxus. Es ist ein Lebensgefühl.
Und ein Geschenk.Für die, die es wieder zulassen.

Melde Dich.

Euer Werner

Dinner mit Bill, Show mit Trump – und die Frage:

Wer inszeniert besser?

Es gibt Blicke, die mehr erzählen als tausend Worte. Die Kamera schwenkt bei der „Trump Show“ über Bill Gates – und da ist es: dieses spitzbübische Lächeln. Kein breites Grinsen, kein kalkuliertes Pokerface, sondern ein stilles Vergnügen, das sagt: „Ich weiß, das hier ist Theater. Und ich genieße die Vorstellung.“

Ein Déjà-vu in Hannover

Genau dieser Blick hat mich zurückkatapultiert. Mein erstes Dinner mit Bill, damals in Hannover. Kleine Runde, intime Atmosphäre. Ich war der Grund für diese Zusammenkunft. Und wieder dieser Ausdruck: Zurückgelehnt, wach, distanziert – als würde er innerlich Notizen machen und zugleich amüsierte Kommentare schreiben.

Auch ich hatte ein mulmiges Gefühl, eine Vorahnung, dass der Abend nicht leicht werden würde. Und doch – es wurde ein Erlebnis: unterhaltsam, lehrreich, und vor allem ein Crashkurs in Community Building auf Weltformat.

Die Trump-Show: 50 Milliardäre und eine Zahl

Schnitt zurück ins Heute. Donald Trump lädt zum Dinner mit US Milliardären. Die Szene, die hängen bleibt: Der Gastgeber fragt jeden Einzelnen, was er „für das Land einbringt“. Ein Machthaber, der seine Untertanen zur Kasse bittet.

  • Abstrus? Ja.
  • Provokant? Absolut.
  • Aber eben auch: psychologisch brillant.

Denn am Ende stand eine gigantische Zahl. Und die ganze Welt sprach darüber. Trump hat verstanden: Wirtschaft ist nicht nur Bilanz, Wirtschaft ist Bühne.

Szenenwechsel: Deutschland

Springen wir von Washington nach Berlin. Bundeskanzler Friedrich Merz lädt die DAX-Chefs zum Wirtschaftsgipfel. Die Themen? Fördergelder, Entlassungen, Abwärtsdenken.

Das Ergebnis? Ein Gipfel, der schon im Tal endet. Kein Bild, das inspiriert. Keine Zahl, die elektrisiert. Kein Satz, der im Gedächtnis bleibt.

Während in den USA Feuerwerke gezündet werden, stellen wir in Deutschland brav ein Teelicht ins Fenster – und wundern uns, warum niemand hinschaut.

Leuchtturm vs. Kerzenlicht

Hier liegt der Unterschied.

  • Die einen inszenieren groß.
  • Die anderen reden klein.

In Amerika wird Show zum Signal. In Deutschland wird Strategie zum Sorgentelefon.

Doch: Wirtschaft ist Psychologie. Und Psychologie braucht Bilder, Emotionen, Geschichten. Wer sie nicht liefert, verliert.

Was wir lernen könnten

Wir brauchen keine Kopie der Trump-Show. Aber wir brauchen den Mut, unsere eigene Inszenierung zu finden. Eine, die Vertrauen schafft. Eine, die Orientierung gibt. Eine, die inspiriert statt lähmt.

Denn:

  • Wer nur Fördergelder verteilt, nährt Abhängigkeit.
  • Wer nur über Entlassungen spricht, verlernt Hoffnung.
  • Wer nur Risiken zählt, verliert die Menschen.

Und genau die sind die eigentliche Währung.

Mein Fazit

Ein Dinner kann Show sein. Ein Dinner kann Strategie sein. Ein Dinner kann Geschichte schreiben.

Bill Gates wusste es, als er damals in Hannover lächelte. Trump wusste es, als er seine Milliardäre ins Rampenlicht zog.

Und wir? Wir sollten endlich lernen, dass Leuchttürme heller strahlen als Kerzen auf Subventionspapieren.


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Deutschland schafft die Steuern ab. Keine Einkommensteuer. Keine MwSt. Keine Bürokratie.

German Mut: Neu gedacht

Seit Jahren philosophiere ich mit meinem Sohn Marc Theiner über Fragen, die größer sind als das, was uns die Politik serviert.

  • Wie könnte ein Steuersystem aussehen, das wirklich gerecht ist?
  • Wie sähe ein Staat aus, der seine Bürger nicht klein rechnet, sondern groß macht?

Die aktuelle Debatte über eine „Reichensteuer“ hat mich wieder an diese Gespräche erinnert. Und mir wurde klar: Wir diskutieren ständig über mehr vom Alten, aber selten über Neues.

Darum greife ich in meiner Rubrik: German Mut, ab und an Ideen auf, die nicht aus Ministerien, Think Tanks oder Gremien stammen, sondern aus dem Bauch, aus Gesprächen und aus dem Mut, Dinge einmal radikal anders zu denken.

Ich bin kein Wirtschaftsweiser, kein Finanzminister, kein Ökonom. Aber das, was ich will, ist: mutige Gedanken.

Stell dir vor: Brutto = Netto

Morgen früh, du öffnest deinen Lohnzettel – und liest: Brutto = Netto. Kein Steuerabzug, keine Krankenkassenbeiträge, keine Abgaben. Dein Gehalt, in voller Pracht, landet auf deinem Konto.

Unrealistisch? Vielleicht. Aber manchmal sind es genau diese Gedankenexperimente, die den Blick weiten.

Die Idee: Alle bisherigen Steuern verschwinden.

Dafür gibt es nur noch eine Transaktionssteuer von 4 Prozent auf jede Geldbewegung – vom Brötchen beim Bäcker, jede Überweisung bis zum Milliardenkredit der Banken.

Die große Rechnung

Das jährliche Volumen aller Transaktionen in Deutschland: rund 60 Billionen Euro. 4 Prozent davon: 2,4 Billionen Euro.

Zum Vergleich: Heute nimmt der Staat über alle Steuern und Abgaben etwa 900 Milliarden Euro ein.

Das heißt: Mit einer einzigen, simplen Steuer fast das Dreifache.

Was das für Bürger bedeutet

Heute verliert ein Durchschnittsverdiener fast die Hälfte seines Gehalts an Steuern und Abgaben.

Ein Beispiel:

3.500 € brutto = 2.200 € netto.

Im Transaktionssteuersystem: 3.500 € brutto = 3.360 € netto.

Das sind 1.160 € mehr jeden Monat – über 13.000 € im Jahr.

Und obendrauf: ein Grundeinkommen von 1.000 € pro Person und Monat.

Das kostet etwa 1 Billion Euro pro Jahr.

Bleiben immer noch 1,4 Billionen übrig – für Schulen, Krankenhäuser, Infrastruktur, Digitalisierung.

Was das für Unternehmen bedeutet

  • Keine Lohnnebenkosten.
  • Keine Unternehmenssteuer.
  • Keine Steuerakrobatik.

Planungssicherheit, Cashflow und freie Köpfe für das, was wirklich zählt: Wachstum, Innovation, Jobs.

Deutschland könnte damit vom Bürokratie-Betonklotz zum Magneten für Investoren werden.

Start-ups aus dem Silicon Valley, Familienunternehmen aus Italien, Industrieplayer aus Asien – alle würden hinschauen: „Warum nicht Deutschland?“

Was passiert mit der Mehrwertsteuer?

Heute zahlen wir 19% auf fast alles, was wir konsumieren.

  • Ein Kaffee für 3 € im Café kostet mit MwSt. 3,57 €.
  • Ein Paar Jeans für 100 € im Laden kostet mit MwSt. 119 €.

Im 4%-Transaktionssteuersystem fällt die MwSt. komplett weg. Stattdessen zahlst du nur 4%.

  • Der Kaffee kostet dann 3,12 €.
  • Die Jeans 104 €.

Kurz: Während du mehr Netto im Portemonnaie hast, werden auch noch die Preise niedriger. Das ist nicht nur ein Steuermodell – das wäre ein gefühlter Befreiungsschlag im Alltag.

Und die Kritik? Lösungen statt Ausreden

Natürlich, es gibt Bedenken. Aber wer mutig denkt, darf nicht bei Problemen stehen bleiben, sondern muss Lösungen anbieten.

Banken & Handel haben zu viele Transaktionen?

  • Pauschalsteuer oder Obergrenzen, um Fairness zu sichern.

Flucht ins Ausland?

  • Die Steuer wird direkt beim Geldfluss erhoben. Ob Karte, App oder Banktransfer – kein Umgehen möglich. Goldbarren? Müssen gekauft und wieder verkauft werden – auch da fällt die Steuer an.

Sparen & Investieren wird teurer?

  • Altersvorsorge oder Zukunftsinvestitionen könnten mit geringeren Sätzen (1–2%) oder ganz steuerfrei gestellt werden.

Internationale Wettbewerbsfähigkeit?

  • Deutschland als First Mover: Wer hier investiert, bekommt 0% Unternehmenssteuer und maximale Klarheit. Andere Länder werden folgen.

Warum Investitionen ehrlicher würden

Heute investieren viele, um Steuern zu sparen – nicht, weil sie an eine Idee glauben. Steuersparimmobilien, Fondsmodelle, Abschreibungs-Konstrukte.

In einem Transaktionssteuersystem fällt das weg. Investieren würde heißen: Ich glaube an dieses Projekt. Ich vertraue dieser Idee. Nicht: „Wie kann ich den Fiskus austricksen?“

Mehr Netto bedeutet: mehr Freiheit, mehr Verantwortung, mehr ehrliche Entscheidungen.

Mein Fazit: Mut statt Mutlosigkeit

Ja, es ist radikal.

Ja, es ist ein Sprung ins Ungewisse.

Aber wann war Deutschland zuletzt wirklich mutig? Wann haben wir zuletzt groß gedacht – statt immer nur neue Formulare zu erfinden?

Eine Transaktionssteuer von 4 Prozent könnte der Reset-Knopf sein:

  • volle Gehälter für Bürger,
  • Grundeinkommen für alle,
  • sinkende Preise an der Supermarktkasse,
  • Planungssicherheit für Unternehmen,
  • und ein Staat, der nicht klamm, sondern souverän ist.

Natürlich bleibt es ein Gedankenexperiment. Aber jedes Wunder beginnt mit einer Frage:

Wollen wir den Mut haben, es zu denken?

Euer Werner


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Der Wurf

Eine kleine Geste. Ein großes Echo. Und die Frage: Was sagt das über uns aus?

Er steht allein auf dem Spielfeld. In der Hand: ein Baseball. Vor sich: ein Stadion voller Menschen. Ein Kamerateam, Mikrofone, stille Spannung in der Luft.

Er ist kein Sportler. Kein Profi. Kein Entertainer. Ein Politiker. Geladen für den symbolischen First Pitch. Eine kleine Geste mit großer Bühne.

Er holt aus, wirft – der Ball fliegt. Nicht perfekt. Aber ordentlich. Er kommt an. Und das ist doch erstmal: gut.

Ich sehe den Wurf – und denke: Schön. Einfach schön. Nicht, weil er technisch besonders war. Sondern weil er menschlich war. Weil er gemacht wurde. Weil da jemand war, der sich getraut hat.

Ich stelle mir vor, ich stünde da. Mit klopfendem Herzen. Tausende Augen auf mir. Kameras, Livestream, Social Media. Ich weiß nicht, wie mein Arm sich anfühlen würde. Aber ich weiß ziemlich sicher: Mein Wurf wäre schlechter gewesen. Wackeliger. Schiefer. Vielleicht auch gar kein Wurf, sondern nur ein hilfloses Schieben.

Und ich glaube, genau deshalb hat mich dieser Moment berührt. Weil ich ihn verstanden habe. Weil er echt war.

Was danach kam, war weniger schön.

Nicht wegen des Wurfs. Sondern wegen der Reaktionen.

„Meine tote Oma hätte besser geworfen.“ „So krumm wie seine Argumente.“ „Ein Spiegelbild der Politik: Zielen geht anders.“

Kein Schulterzucken. Kein Augenzwinkern. Sondern Hohn. Häme. Sätze, so scharf wie Pfeile – abgefeuert aus bequemer Distanz.

Ich frage mich: Wann ist aus einem schiefen Wurf ein Anlass zur Bloßstellung geworden? Wann ist aus Beobachtung Bewertung geworden? Und wann aus Bewertung diese kalte Lust am Herabziehen?

Wir leben in einer Welt, die sich gerne mit dem Begriff „Fehlerkultur“ schmückt. In Workshops. In Keynotes. Auf Folien steht dann: „Wir müssen wieder lernen, Fehler zu machen.“ „Nur wer sich traut, kann wachsen.“

Und dann kommt einer. Tut genau das. Wirft. Verfehlt ein bisschen. Lächelt. Und bekommt dafür keinen Applaus – sondern Spott.

Ein Satz – und eine vielgerühmte Kultur ist mit einem Witz zunichte gemacht.

Und nein, es geht nicht um diesen einen Wurf. Nicht um diesen einen Politiker. Es geht um uns.

Um das, was wir zulassen. Was wir dulden. Was wir feiern. Und was wir selbst in die Welt hinaustragen.

Der Wurf war nicht schlecht. Aber das Echo hat gezeigt, wie schlecht wir manchmal miteinander umgehen.

Diese Lust am Urteilen. Am Runtermachen. Am Lautsein. Sie ist längst nicht mehr nur in den Kommentarspalten zu Hause. Sie ist auf Podien, in Meetings, in WhatsApp-Gruppen angekommen. Und manchmal auch in unseren eigenen Gedanken, wenn wir wieder mal zu schnell dabei sind, andere klein zu denken.

Und dann frage ich mich: Will ich mich wirklich so zeigen?

Will ich, dass mein Kind mich so erlebt? Mein nächster Chef, meine Kollegin, oder der Mensch, der vielleicht morgen an meiner Seite steht?

Will ich, dass man mich für den hält, der aus der zweiten Reihe ruft, statt in der ersten mitmacht? Für den, der die Pointen kennt, aber nicht den Mut? Für den ewigen Miesepeter im Gewand der Schlagfertigkeit?

Ich will mich nicht daran gewöhnen. Ich will nicht klatschen, wenn Häme als Haltung verkauft wird. Ich will nicht, dass meine Kinder lernen, dass der Ton nur dann zählt, wenn er trifft.

Ich will sagen können: „Ich hab versucht, Licht zu machen – nicht Feuer.“

Wir alle machen Fehler. Wir alle stehen mal schräg da. Und wir alle hoffen dann, dass jemand in diesem Moment nicht lacht, sondern still ist. Oder – im besten Fall – mitfühlt.

Der Wurf war nicht perfekt. Aber das Leben ist es auch nicht. Vielleicht war er sogar genau richtig so. Als Erinnerung daran, dass der Mut zu werfen mehr zählt als das Treffen.

Und dass wir alle gut daran tun, manchmal einfach still zu sein – und zu sagen: „War schön, dass du’s gemacht hast.“

Euer Werner


Wer ich bin: Ich bin Werner Theiner – Präsident des German Mittelstand e.V., Gastgeber für starke Köpfe und Architekt deiner Sichtbarkeit. Ich öffne Türen, die andere nicht mal sehen – und bringe Menschen auf Bühnen, die bleiben.

Wenn du dich nicht mit Visitenkarten zufriedengibst, sondern echte Verbindungen willst, dann komm näher.

In meiner digitalen Schatzkiste warten Impulse, Videos und Tools: club.theiner.de

An meiner Tafel – der Theiner’s Table Society – treffen Haltung, Strategie und ein Glas auf Augenhöhe zusammen.

Und im German Mittelstand e.V. schreiben wir gemeinsam an der Zukunft verantwortungsvoller Wirtschaft. Du willst Mitwirken? Mitglied werden im German Mittelstand

Sichtbarkeit beginnt mit dem ersten Schritt. Vielleicht ist das hier deiner. https://theiner.de

Krisen riechen, bevor sie entstehen.

Krisen riechen, bevor sie entstehen. Daten hegen, bevor sie brennen. Vertrauen leben, bevor’s zu spät ist.

Der Sommerempfang des Sicherheitsnetzwerks München – und was ich dabei über Sicherheit, Haltung und Helden gelernt habe.

Manchmal spürt man es sofort: Das ist kein Networking-Event wie jedes andere.
Der Sommerempfang des Sicherheitsnetzwerks München, kuratiert von Peter Möhring, war so ein Moment. Kein Tech-Gebrabbel. Keine Buzzword-Show. Sondern: Augenhöhe, Klarheit und Verantwortung.

Ich durfte an diesem Abend nicht nur mitdenken – ich durfte Menschen begegnen, die Sicherheit nicht als Produkt verstehen, sondern als Haltung. Und diese Haltung wirkt lange nach.

🛰️ Amelie Renken – Dataminr: Wenn Algorithmen schneller reagieren als Instinkte

Amelie stand neben mir, als die Sonne über München langsam unterging – und erzählte mit leiser Stimme von Tsunamis, Rebellenbewegungen und Katastrophen, die nicht in der Zeitung standen, sondern auf Dashboards.


Dataminr scannt öffentliche Datenströme weltweit – Social Media, Satellitenbilder, Notrufsysteme – und erkennt Bedrohungen, bevor Menschen sie überhaupt aussprechen.

Ich dachte an unsere Auslandsteams. An Mittelständler mit Werken in Asien. An Führungskräfte, die nie schlafen.

Und ich dachte: Wow. Das ist Echtzeit-Verantwortung.

🔐 Kai Rehnelt – Seculous: Der Architekt der digitalen Vertrauensräume

Man merkt sofort: Kai will nichts verkaufen.
Er will verstehen. Hinterfragen. Schützen.

Sein Unternehmen Seculous baut die stillen Schichten unserer Kommunikation: sichere Authentifizierung, Identitätsmanagement, verschlüsselte Kommunikationskanäle – alles, worauf wir im Alltag bauen, ohne es zu sehen.

Was ich bei ihm spürte:

Digitale Sicherheit kann auch leise, aber tief sein.
Und genau das brauchen wir im Mittelstand. Keine Aufkleber. Sondern Systeme, auf die man sich blind verlassen kann.

🏡 Oliver Schwarz & Bernhard Huter – EMC Home of Data: Der Heimatbauer im Rechenzentrum

Ich kenne Bernhard schon länger. Aber an diesem Abend habe ich ihn nochmal anders erlebt: als echten „Verantwortungsträger“.

EMC Home of Data baut Rechenzentren in München und Rosenheim. Klingt nüchtern. Ist es nicht.
Denn was Bernhard baut, sind keine Datensilos – sondern Vertrauensarchitekturen. Mit Glasfaser statt Plastik. Mit Handschlag statt Hochglanz. Mit digitaler Souveränität, die nicht nur in Berlin diskutiert, sondern in Bayern gelebt wird.

„Ich will, dass unsere Kunden wissen, wo ihre Daten schlafen – und wer nachts darauf aufpasst“, sagte er.
Mehr muss man eigentlich nicht sagen.

Steffen von Lindern – Cloudflare: Der Weltbürger mit dem Schutzschild

Mit Steffen zu reden ist wie eine Mischung aus Weltreise und Firewall-Schulung.
Cloudflare betreibt eines der größten globalen Netzwerke für Websicherheit – schützt Milliarden Requests täglich, in Mikrosekunden, gegen Angriffe aus aller Welt.

Und das Faszinierende?
Steffen denkt nicht in Technologielinien, sondern in Vertrauen.
Er sagt: „Sicherheit ist nicht exklusiv. Sie ist ein Menschenrecht. Auch für KMUs.“

Und genau deshalb sitzt Cloudflare heute mit uns am Tisch. Weil globale Technik auch lokal wirkt – wenn man die richtigen Menschen hat.

Was mich bewegt hat:

Diese vier Menschen haben nichts gemeinsam. Und gleichzeitig alles: Haltung. Klarheit. Wirkung.

Sie machen Schutz.
Und ich bin dankbar, dass sie Teil meines Netzwerks geworden sind – und Partner des German Mittelstand e.V.

Ich habe an diesem Abend nicht nur gelernt, wie Sicherheit funktioniert.
Ich habe erlebt, was passiert, wenn kluge Köpfe und gute Menschen an einem Tisch sitzen.

Was kommt?

🦌 „Wild auf Daten“ – am 23. Juli, mit AEGYS DATALYTICS AG und Gerald Hahn im Jagd- und Fischereimuseum München. Daten, Wildtiere, Erkenntnisse. Klingt schräg? Wart’s ab.
👉 Zur Anmeldung

🏛️ Ab Herbst zurück: Die Digital Trust Lounge mit unseren Morning Briefings auf LinkedIn.
20 Minuten Klartext. Kein Bullshit. Nur Gedanken, die dich durch die Woche tragen.
Unser Raum für digitale Resilienz, kritische Infrastrukturen und Lösungen, die Haltung haben.

👉 Wenn du wissen willst, wie sich Vertrauen anfühlt – dann bleib dran. Oder komm vorbei.
Ich freue mich auf dich.

Zwischen Maßband und Mittelstand

Zwischen Maßband und Mittelstand: Ein Abend bei Litzlfelder in Anzing

Was passiert, wenn eine Bürgermeisterin zum Netzwerken einlädt, ein Familienunternehmen die Türen öffnet und der Landrat Klartext spricht? Dann entsteht ein Abend wie dieser – irgendwo zwischen Trachtenliebe, ehrlichem Handwerk und echtem Miteinander.

Anzing hat eingeladen – und viele sind gekommen.
Im Herzen des Landkreises Ebersberg, wo knapp 4.000 Menschen leben, aber überdurchschnittlich viele anpacken, fand dieser besondere Unternehmerabend statt. Initiatorin: Bürgermeisterin Kathrin Alte. Gastgeberin: Mariele Litzlfelder, die das Familienunternehmen „Litzlfelder Tracht“ mit viel Herzblut in dritter Generation führt.

Strickjacken mit Seele – gemacht für Generationen.
Litzlfelder ist mehr als Tracht. Es ist textile Heimatpflege – mit Stil, Anspruch und Substanz. Die Manufaktur fertigt hochwertige Strickjacken aus reiner Schurwolle, verarbeitet regionale Stoffe, bestickt Krägen von Hand und versieht Jacken auf Wunsch mit Swarovski-Steinen oder persönlichen Monogrammen.
Und als ich – in meiner Rolle als digiWiesn-Gastgeber – erfuhr, dass Litzlfelder Teil der offiziellen Oktoberfest-Kollektion der Stadt München ist, war klar: Das hier ist keine Boutique. Das ist ein Ort, an dem Identität tragbar wird.

„Ich schneide gerne Bändchen durch …“ – Bürgermeisterin mit Bodenhaftung.
Kathrin Alte nutzte die Gelegenheit nicht für Sonntagsreden, sondern für echte Einblicke in das kommunale Geschehen. Sie bedankte sich ausdrücklich bei den Unternehmer:innen und Steuerzahler:innen – für das, was mit ihrer Hilfe möglich gemacht wird.
Und sie machte deutlich: Vieles, was in Gemeinden geschieht, sieht man eben nicht auf den ersten Blick. Als Beispiel nannte sie die 70 Jahre alte Wasserversorgung in Anzing, die dringend erneuert werden muss – auch und gerade in Zeiten sinkender Einnahmen.

„Ich schneide gerne Bändchen durch – aber viele der Ausgaben, die wir stemmen, sieht man nicht.“

Ein Landkreis mit Anspruch – und klaren Servicegarantien.
Auch Landrat Robert Niedergesäß war gekommen – und brachte keinen Stapel PowerPoint-Folien, sondern Klartext.
Er sprach über Digitalisierung, Bürokratieabbau, Fachkräftemangel – aber auch über das, was konkret getan wird:
✅ Baugenehmigungen in max. 40 Arbeitstagen.
✅ Rechnungsbearbeitung in spätestens 15 Tagen – 70 % davon sogar innerhalb von drei.
✅ Beteiligung am bayernweiten Projekt zur Entbürokratisierung.
Ein Landkreis, der sich nicht nur als Verwalter, sondern als Partner der Wirtschaft versteht – das kam an.

Die Familie Litzlfelder? Gastgeber mit Gespür.
Die Führung durch die Manufaktur war nicht nur informativ – sie war eindrucksvoll. Wie aus Strickgarn, Sorgfalt und Stil echte Einzelstücke werden, wurde sichtbar, spürbar und sogar riechbar (dampfgewaschene Wolle hat ihren eigenen Charakter). Besonders spannend:
– Die Geschichte des „Mount-Everest-Pullis“, der aus Litzlfelder-Merino gefertigt wurde.
– Die Zusammenarbeit mit einer Zwischenmeisterei im Bayerischen Wald.
– Die nachhaltigen Wege und Partnerschaften mit regionalen Zulieferern.
Ein Betrieb, in dem jedes Teil ein Statement ist – gegen Wegwerfmode und für echte Wertarbeit.


Was bleibt?

Ein starkes Zeichen für die Kraft regionaler Betriebe. Für das Zusammenspiel von Wirtschaft, Politik und einem ehrlichen Interesse füreinander. Für Führungskräfte, die zuhören statt zudecken. Und für Gastgeberinnen wie Mariele Litzlfelder, die zeigen, dass Tradition nicht alt aussieht – sondern wunderbar zeitgemäß sein kann.

Und für das, was in Bayern manchmal leiser klingt, aber umso fester verankert ist:
Z’samm geht mehr.

Familientreffen der Digital Leader – das CIOnet Sommerfest

Warum Vernetzung heute Sicherheit bedeutet – Rückblick auf das CIOnet Sommerfest 2025

Es war kein klassisches Branchenevent. Keine Buzzword-Battle. Kein Cyber-Cocktail aus Halbwissen und Hektik.
Was sich im Mini Pavilion in München beim CIOnet Sommerfest 2025 versammelte, war mehr:
Ein Familientreffen der digitalen Entscheiderinnen und Entscheider. Ein Abend für alte Weggefährten und neue Allianzen.
Für Austausch, der tiefer geht – und Themen, die nicht in PowerPoints enden.

Wenn CIOs zusammenkommen, entstehen keine Netzwerke – sondern Verbindungen

Rund 100 CIOs, CDOs und digitale Vordenkerinnen und Vordenker füllten an diesem Sommerabend nicht nur die Terrasse, sondern den Raum zwischen den Zeilen.
Die Gastgeber Mark Hayes und Tamara Tomasevic von CIOnet führten mit der Souveränität zweier Menschen, die wissen, wie wichtig es ist, aus Teilnehmern Mitgestalter zu machen.

Und mittendrin: Manfred Boudreaux-Dehmer, CIO der NATO.
Ein Mann, der nicht für Show steht, sondern für Substanz.
Seine Keynote war ein Aufrütteln. Kein Sicherheits-Szenario, sondern eine Einladung zur Verantwortung.

„Cyber-Sicherheit ist nicht nur Technologie. Es ist Kommunikation. Kooperation. Vertrauen.“


Der Cyberspace: Die unsichtbare Front des 21. Jahrhunderts

Seit 2016 gilt der Cyberspace als militärische Domäne – neben Land, Luft, See und Weltraum.
Doch im Gegensatz zum Panzer, der sichtbar eine Grenze überquert, bleibt der Cyberangriff oft unterhalb des Radars.
Die Herausforderung: Wer entscheidet, wann ein Angriff so schwer wiegt, dass er den Bündnisfall – Artikel 5 – auslöst?

Boudreaux-Dehmer machte klar:
Cyberkriege sind keine Fiktion. Sie sind Realität. Und sie beginnen lange bevor der erste Server zusammenbricht.


Digitalisierung trifft Verteidigung – und Menschlichkeit

Was die Keynote besonders machte, war nicht nur der fachliche Tiefgang.
Es war die Menschlichkeit.
Der CIO der NATO sprach über automatisierte Inventare, KI-gestützte Anomalie-Erkennung, Cyber Rapid Reaction Teams, Cloudstrategien und Zero Trust Architektur.

Aber am eindrücklichsten blieb der Moment, als er sagte:

„Ich habe jahrelang mit der besten Technologie der Welt gearbeitet. Aber am Ende entscheidet der Mensch – mit wem er spricht, wem er vertraut, mit wem er sich verbündet.“


Kooperative Sicherheit braucht kooperative Menschen

Die NATO versteht sich als Plattform.
Für Abstimmung, Austausch, gegenseitige Hilfe. Und vor allem: für gemeinsames Lernen.
Denn die Bedrohungen verändern sich – und mit ihnen auch die Antwort darauf.

Russland, so Boudreaux-Dehmer, sei nicht nur ein physischer Gegner.
Sondern ein digitaler Meister der Desinformation.
Iran agiert im Schatten. Nordkorea nutzt Cyberkriminalität als Einkommensquelle.
China ist Wettbewerber, nicht Feind – aber wachsam zu beobachten.

Was daraus folgt?
Die NATO setzt auf Tools, aber noch mehr auf Menschen.
Cyber Defence Pledges, Capability Reviews, Adversary Emulations, das DIANA-Innovationsprogramm – alles wertvoll.
Aber wirkungslos ohne Vertrauen zwischen den Beteiligten.


Von der Allianz zur All-in-Community

Und genau hier schließt sich der Kreis zum Abend selbst.
Denn was zwischen Weißwein, Wasserflaschen und Wortwechseln deutlich wurde:
Die digitale Community wächst zusammen.

Es waren die Gespräche nach der Keynote, die noch lange in der Luft hingen.
Es wurde diskutiert, gelacht, verabredet, vernetzt.
Nicht aus Pflicht – sondern aus echtem Interesse.

Was bleibt, ist das Gefühl:

„Wir stehen nicht allein. Und das ist vielleicht die wichtigste Cyber-Resilienz überhaupt.“


Mein Fazit: Mehr CIOnet, mehr Austausch, mehr Miteinander

Das Sommerfest war kein weiteres Event im Kalender.
Es war ein echter Moment. Ein Aufbruch. Eine Einladung, über Rollen und Silos hinaus zu denken.

Danke an CIOnet Germany für diesen Abend voller Klarheit, Nähe und Bedeutung.
In einer Welt, in der Systeme sicherer werden müssen, sind es die Menschen, die den Unterschied machen.

Ich komme wieder – zum nächsten Familientreffen der Digital Leader.
Denn: Vertrauen ist die beste Firewall.