Der Prophet im eigenen Land – Warum wir Deutschlands Unternehmer feiern sollten

Wenn OpenAI nach München kommt, ist die Euphorie grenzenlos. Politiker geben sich die Klinke in die Hand, Medien schreiben hymnische Leitartikel, LinkedIn wird zur Jubelplattform. Deutschland wird endlich Tech-Nation! München wird das neue Silicon Valley!

Aber wo ist dieser Enthusiasmus, wenn ein deutscher Unternehmer aus eigener Kraft, mit eigenem Kapital und echtem Risiko eine bahnbrechende Innovation auf den Markt bringt? Wo sind die Schlagzeilen, wenn ein Mittelständler einen essenziellen Internet-Knotenpunkt aufbaut, der unsere digitale Souveränität sichert? Wer klatscht Beifall, wenn ein visionärer Ingenieur das autonome Fahren nicht in Kalifornien, sondern in Grafing revolutioniert – und das ganz ohne Milliarden aus Übersee?

Hidden Champions? Nein, vergessene Champions.

Das Muster ist immer das gleiche: Wenn ein globaler Player in Deutschland investiert, wird gefeiert, als hätte man das Tech-Wunder erfunden. Aber wenn ein Unternehmer aus Landshut, Dortmund oder Leipzig seine ganze Energie in ein Zukunftsprojekt steckt, bleibt es oft unbemerkt.

Die Politik? Beschäftigt sich lieber mit großen Buzzwords als mit den Machern, die unser Land wirklich voranbringen. Die Medien? Schreiben lieber über Tesla als über die deutschen Hidden Champions, die seit Jahrzehnten Innovationen liefern. Die Öffentlichkeit? Begeistert sich für Apple-Events, aber ignoriert die eigene technologische Exzellenz vor der Haustür.

Das Problem ist nicht, dass wir keine großartigen Unternehmen haben. Das Problem ist, dass wir sie nicht sehen wollen.

Wir müssen umdenken – jetzt!

Deutschland ist nicht das Land der lauten Selbstvermarkter. Wir haben keine Tradition des großen Auftritts, kein Silicon-Valley-Storytelling. Stattdessen haben wir Unternehmer, die tun, statt zu reden. Die mit Leidenschaft bauen, entwickeln, verbessern – oft unbemerkt, oft ohne Schulterklopfen.

Aber genau das muss sich ändern! Wir müssen unsere eigenen Champions feiern. Ihnen Plattformen bieten, ihre Geschichten erzählen, ihre Erfolge sichtbar machen.

Deshalb haben wir Inspiration Germany ins Leben gerufen.

Eine Bühne für die echten Macher. Für die, die nicht auf Subventionen warten, sondern selbst investieren. Für die, die Innovationen schaffen, statt nur darüber zu reden.

Wir erzählen ihre Geschichten. Wir holen sie ins Rampenlicht. Wir zeigen der Welt, dass Deutschlands Unternehmertum lebt – und dass wir verdammt nochmal stolz darauf sein sollten.

Der Prophet im eigenen Land wird oft nicht gehört. Aber das ändern wir. Jetzt. Hilfst du mit?

China, der charmante Gastgeber – und was wir lernen können


Die Reise neigt sich dem Ende zu, und wie so oft bleibt die Frage: Was nehmen wir mit?
Unsere Delegation, in der ich Philipp Schiede und m-it manage it Magazin vertreten durfte, hat sich in den letzten Tagen in den Straßen von Shenzhen, den Boardrooms von Huawei und den vibrierenden Märkten Hongkongs bewegt. Und dabei sind wir vor allem eines: inspiriert.

Huawei, der Gastgeber dieser Reise, hat sich nicht nur als Technologieriese, sondern auch als Meister der Gastfreundschaft präsentiert. Meetings, die andernorts oft zu PowerPoint-Marathons verkommen, wurden hier zu echten Dialogen. Diskussionen, die von Künstlicher Intelligenz bis zu Lieferketten reichten, fühlten sich nicht an wie Business-Talk, sondern wie ein inspirierender Austausch unter Gleichgesinnten.

China – kein schwarz-weißes Bild
Das Narrativ, das uns in Europa oft serviert wird, zeigt China als den großen Gegenspieler. Doch wer einmal vor Ort war, merkt schnell: Dieses Bild ist so ungenau wie ein Kompass ohne Magnetnadel. In der beeindruckenden Dynamik dieses Landes liegt mehr Potenzial, als uns so manche Schlagzeile glauben machen will.
Es gibt Probleme, keine Frage – Umwelt, Menschenrechte, Datenschutz. Aber dazwischen gibt es auch Menschen, die morgens ihre Kinder zur Schule bringen, Start-ups, die mit uns die Welt verändern wollen, und Unternehmen, die sich fragen, wie wir gemeinsam die Klimakrise bewältigen können.

Die Lektion des Zuhörens
Was uns China gezeigt hat, ist die Kunst des Dialogs. Nicht alles, was glänzt, ist Gold – aber manchmal funkeln genau dort Diamanten, wo wir es nicht erwarten.
Ein bisschen mehr Neugier und weniger vorgefertigte Meinungen könnten helfen, die Beziehung zwischen Europa und China neu zu definieren.

Während ich jetzt zum letzten Mal auf die Skyline von Hongkong blicke, denke ich: Es gibt Orte, die muss man erleben, um sie zu verstehen. Und es gibt Menschen, mit denen muss man reden, um von ihnen zu lernen. China ist beides.

Vielleicht sollten wir öfter über unsere eigenen Grenzen hinausblicken. Und dabei mit etwas mehr Neugier, Charme und Humor aufeinander zugehen – so wie Huawei auf uns zugegangen ist.
Wer weiß, was sich daraus alles entwickeln könnte?

Ingobert Veith Franziska Helbig Katharina Mikulčak Patrick Berger Joerg Muehle Ulrike Ostler Bing Hao Jens-Henrik Soeldner Franziska Magai Lilli Kos Andreas Seeger

German Mittelstand e.V. Di4 -Engaging for Digitalization in Infrastructure, Investment, Innovation and Industry

Grillstation statt Server-Rack

Grillstation statt Server-Rack – Huawei’s Geheimrezept für Gastfreundschaft



Manchmal liegt der wahre Technologievorsprung nicht in der Cloud, sondern auf dem Grill. Während andere noch an Algorithmen schrauben, hat Huawei verstanden, wie man Innovation buchstäblich auf den Punkt bringt – medium rare, versteht sich.

Heute durfte ich das kulinarische Herzstück ihres Headquarter erleben: eine Grillstation, die fast schon einem Michelin-Stern gerecht wird. Zwischen zischendem Fleisch, duftenden Gewürzen und Köchen, die ihre Zange fast so präzise wie Ingenieure ihre Tools bedienen, hat sich wieder einmal bestätigt: Netzwerken geht durch den Magen.

Vielen Dank an Huawei für dieses außergewöhnliche Verwöhnprogramm – und an die Köche hinter der Grillstation, die sich mindestens genauso gut mit Hitze auskennen wie mit Herz. Für alle, die sich das nicht vorstellen können: Das Video liefert den Beweis.

Xièxiè für diesen Lunch der Spitzenklasse – und für die Erkenntnis, dass Spitzenleistung überall beginnt, wo Leidenschaft im Spiel ist.

unterwegs für m-it manage it Magazin in China